An die Leipziger Bundestagsabgeordneten

Als Betroffene haben wir uns sehr intensiv mit dem „Entwurf eines Gesetzes für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG)“ - Drucksache 19/6337 befasst. Auch wenn wir die positive Absicht des Gesundheitsministeriums nachvollziehen können, die Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz verkürzen zu wollen, so sehen wir, dass die jetzige Fassung an den Realitäten vorbeigeht. Betroffen brauchen nicht irgendeinen Therapeuten, sondern sie gehen ein ganz besonderes empathisches Verhältnis ein.

Willkommen in der Depression

Wir alle sind soziale Wesen, aber mit der Diagnose „Depression“ verbinden sich oft noch Unsicherheit oder gar Ausgrenzung. Im äußersten Fall wenden sich Freunde und Familie von einem ab. Die innere Befindlichkeit verlangt aber geradezu nach Kontakt, nach Austausch, nach Geborgenheit und Verständnis. Als Betroffener muss man lernen, sich selbst wieder zu lieben, seine Gefühle zu zeigen und zu artikulieren.

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Antwort von Daniela Kolbe (SPD) auf den Offenen Brief

Sehr geehrter Herr Hartung,

ich kann Ihre Argumente absolut nachvollziehen und gebe Ihnen Recht. Den Betroffenen fällt es in vielen Fällen von vornherein schwer, sich Hilfe zu suchen. Wir müssen es ihnen also so einfach wie möglich machen schnell Hilfe zu bekommen. Es ergibt daher für uns als SPD keinen Sinn, eine neue Hürde auf dem Weg zur Therapie einzubauen. Hinzu kommt, dass viel mehr noch als bei jeder anderen Behandlung das Verhältnis zwischen Therapeut/-in und Patient/-in von Relevanz ist – auch da kann ich Ihnen nur Recht geben.

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Kreativ gegen Depression

Das sind WIR

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"Vom Ich zum Wir"

ist eine 20-minütige Dokumentation zur Selbsthilfe bei Depressionen. Unsere Selbsthilfegruppe ist einer der Protagonisten, des vom Land Sachen und der AOKplus geförderten und von picturesounds produzierten Films.

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